Matproof vs Drata: Welche Compliance-Plattform für europäische Unternehmen?
Einleitung
In der heutigen Zeit der schnelllebigen Digitalisierung und der zunehmenden Anforderungen an Datenschutz und Compliance stehen europäische Finanzdienstleister vor der herausfordernden Aufgabe, ihre IT-Risiken effektiv zu managen und dies den strengen Vorgaben der europäischen Finanzaufsichtsbehörden gerecht zu werden. Ein zentraler Punkt in diesem Zusammenhang ist Artikel 6 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2019/2034, auch bekannt als Digital Operational Resilience Act (DORA), der Finanzunternehmen die Pflicht auferlegt, einen Informations- und Kommunikationstechnologie-Risikenantrag zu haben. Viele interpretieren dies jedoch als bloßes Haken-Übungs, was bei einer detaillierten Analyse der Anforderungen der Finanzaufsicht problematisch ist.
Die Bedeutung dieser Vorschriften ist für europäische Finanzdienstleister von entscheidender Bedeutung, da nicht-konformes Verhalten zu Bußgeldern im Millionen-Euro-Betrag, Audit-Misserfolgen, operativen Störungen und Reputationsschäden führen kann. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe bieten, indem wir die Compliance-Plattformen Matproof und Drata miteinander vergleichen und Ihnen die Vor- und Nachteile aufzeigen.
Ziel ist es, Ihnen nicht nur die Unterschiede zwischen den beiden Lösungsanbietern aufzuzeigen, sondern auch die tiefgreifenden Auswirkungen auf Ihr Unternehmen aufzuzeigen, wenn Sie bei der Auswahl der Compliance-Plattform falsch liegen. Wir möchten Sie gerne dazu ermutigen, diesen Beitrag sorgfältig zu lesen, um Ihre Entscheidungsfindung zu unterstützen und Ihre Compliance-Strategie auf nachhaltige Weise zu optimieren.
Das Kernproblem
Oft werden Compliance-Frameworks und Risikomanagementsysteme als reine Haken-Übungen betrachtet, die nur als Reaktion auf regulatorische Anforderungen implementiert werden. Doch hinter dieser oberflächlichen Sichtweise verbirgt sich ein viel größeres Problem: eine mangelnde Tiefe und Effektivität im Compliance-Management.
Die Kosten, die durch ein unzureichendes Compliance-Management entstehen, sind enorm. Eine Studie des Ponemon Instituts schätzt die durch Compliance-Verstöße verursachten Durchschnittskosten pro Unternehmen weltweit auf 5,13 Millionen USD oder etwa 4,6 Millionen EUR. In Europa sind diese Kosten aufgrund der strengeren Vorgaben der europäischen Finanzaufsichtsbehörden wie BaFin, BSI und ENISA oft noch höher.
Nicht nur finanzielle Bußgelder sind jedoch das Hauptproblem. Die zeitliche und personelle Ressourcen, die für das Aufbauen und Pflegen von Compliance-Frameworks und Risikomanagementsystemen aufgewendet werden, können ebenfalls beträchtlich sein. Ohne eine effektive Automatisierung und Digitalisierung dieser Prozesse können Unternehmen einfach nicht mithalten und verlieren dadurch kostbare Zeit, die für strategische Entscheidungen und Innovationen genutzt werden könnte.
Was die meisten Organisationen falsch machen, ist die Annahme, dass Compliance lediglich eine reine Compliance-Sache ist. Tatsächlich sollte Compliance ganz im Mittelpunkt der gesamten Geschäftsstrategie stehen und nicht nur als eine zusätzliche Aufgabe betrachtet werden, die abgehandelt werden muss, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Dies zeigt sich auch in der Einhaltung der konkreten Anforderungen der europäischen Finanzaufsichtsbehörden. So verlangt Artikel 24 der Verordnung (EU) 2019/2034, dass Finanzunternehmen ihre Compliance mit den Anforderungen eines Informations- und Kommunikationstechnologie-Risikenantrags durch eine unabhängige Prüfungsfirma nachweisen. Ohne ein solides Compliance-Management und entsprechende Dokumentation können Unternehmen diese Anforderungen nicht erfüllen und laufen somit Gefahr, Bußgelder zu erhalten und ihre Reputation zu schädigen.
Warum dies jetzt dringend ist
Die Compliance-Anforderungen für europäische Finanzdienstleister sind in den letzten Jahren zunehmend gestiegen. Dies ist nicht nur auf die Einführung neuer Gesetze wie dem DORA zurückzuführen, sondern auch auf die stärkere Marktdruck, den Kunden und Geschäftspartner ausüben, indem sie von ihren Dienstleistern Compliance-Zertifikate und -Bescheinigungen verlangen.
Ohne eine moderne, automatisierte Compliance-Plattform können Unternehmen nicht mit diesen Herausforderungen Schritt halten und geraten schnell in einen Wettbewerbsnachteil. Die Konkurrenz, die ihre Compliance-Prozesse auf der Grundlage der neuesten Technologien und regulatorischen Anforderungen optimiert, kann schnell Marktanteile gewinnen und Kunden gewinnen, die auf Vertrauen und Sicherheit Wert legen.
Die Lücke zwischen dem, wo die meisten Organisationen aktuell stehen und dem, wo sie sein müssen, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, ist beträchtlich.Eine Studie des Protiviti-Instituts zeigt, dass 56% der befragten Unternehmen ihre aktuellen Compliance-Systeme als nicht ausreichend einstufen, um den Anforderungen der europäischen Finanzaufsichtsbehörden gerecht zu werden.
Dieses erschütternde Vakuum in der Compliance kann nur durch die Einführung moderner Compliance-Plattformen wie Matproof oder Drata geschlossen werden. Beide bieten innovative Lösungen, um die Compliance-Prozesse zu automatisieren und somit die Erfüllung der Anforderungen der europäischen Finanzaufsichtsbehörden zu gewährleisten.
In Teil 2 dieses Beitrages werden wir uns dann auf die Unterschiede und Stärken beider Plattformen einführen und Ihnen helfen, die passende Lösung für Ihre spezifischen Bedürfnisse zu identifizieren.
Die Lösungsarchitektur
Um die Herausforderungen im Rahmen der Compliance mit dem DORA und anderen relevanten Vorschriften wie der GDPR und der NIS2 erfolgreich zu bewältigen, ist ein schrittweiser Ansatz entscheidend. Zunächst sollte Ihre Organisation die gesetzlichen Anforderungen detailliert analysieren und dokumentieren. Artikel 6 Absatz 1 des DORA verlangt, dass finanzielle Institute einen ICT-Risikomanagement-Framework aufrechterhalten, das die Anforderungen der Artikel 76ff des CRD V umsetzt. Gute Compliance bedeutet, dass Sie diese Anforderungen nicht nur nachweisen, sondern auch aktiv umsetzen.
Die Implementierung eines Compliance-Frameworks sollte daher detaillierte Maßnahmen beinhalten, die auf die spezifischen Gefahren und Schwachstellen Ihres Unternehmens zugeschnitten sind. Dazu gehören beispielsweise die Durchführung regelmäßiger Risikobewertungen gemäß Artikel 24 NIS2, die Festlegung von Rollen und Zuständigkeiten gemäß Artikel 35 GDPR und die Einhaltung von Informationssicherheitsstandards wie der ISO 27001.
"Gut" sieht aus, wenn Sie nicht nur die Compliance-Mindestanforderungen erfüllen, sondern auch proaktive Maßnahmen ergreifen, um potenzielle Risiken zu identifizieren und zu mindern. Dies kann durch die Einführung von technologies wie künstlicher Intelligenz (KI) und automatisierten Compliance-Lösungen wie der Matproof-Plattform erreicht werden, die speziell für die Anforderungen der EU-Finanzdienstleister entwickelt wurden und eine 100%ige EU-Datenresidenz bieten.
Häufige Fehler, die zu vermeiden sind
Einer der häufigsten Fehler, die Organisationen machen, besteht darin, die Compliance nur als "Hürdenlauf" zu betrachten. Sie konzentrieren sich darauf, die minimalen Anforderungen zu erfüllen, anstatt strategisch darüber nachzudenken, wie sie Risiken minimieren und den Geschäftswert steigern können. Dies kann zu Compliance-Misserfolgen führen und den Verlust des Vertrauens der Finanzaufsichtsbehörden.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die fehlende Integration der Compliance in die strategische Unternehmensplanung. Viele Unternehmen haben separate Compliance-Teams, die isoliert von anderen Abteilungen arbeiten, was zu einer Fehleinschätzung von Risiken und einer ineffizienten Umsetzung von Compliance-Maßnahmen führen kann.
Ein dritter Fehler ist die schlechte Dokumentation und -nachverfolgung von Compliance-Aktivitäten. Dies kann dazu führen, dass wichtige Maßnahmen nicht durchgeführt oder übersehen werden und es schwierig ist, Beweise für die Einhaltung von Vorschriften zu. Stattdessen sollten Sie eine detaillierte Compliance-Dokumentation und -Überwachung implementieren, um Transparenz und Nachweisbarkeit zu gewährleisten.
Werkzeuge und Ansätze
Die Compliance-Überwachung kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Der manuelle Ansatz hat den Vorteil, dass er flexibel und anpassbar ist. Er erfordert jedoch viel Zeit und Ressourcen und ist anfällig für menschliche Fehler. In Fällen, in denen die Compliance-Pflichten einfach sind und nicht zu oft geändert werden, kann dieser Ansatz sinnvoll sein. Bei komplexeren Compliance-Aufgaben ist er jedoch weniger effektiv.
Die Verwendung von Tabellenkalkulations- oder Governance, Risk and Compliance (GRC)-Tools kann die Automatisierung und Verwaltung von Compliance-Aktivitäten erleichtern. Allerdings haben diese Tools oft ihre Grenzen, insbesondere wenn es um die Integration mit anderen Systemen oder die Erfassung von Daten aus verschiedenen Quellen geht. Sie sind auch nicht immer in der Lage, komplexe Compliance-Bedarfe oder die Anforderungen von verschiedenen Gesetzen und Vorschriften vollständig abzudecken.
Automatisierte Compliance-Plattformen wie Matproof bieten eine effizientere und umfassendere Lösung. Sie können verschiedene Compliance-Standards und -Vorschriften in eine zentrale Plattform integrieren, die es ermöglicht, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu minimieren. Sie bieten auch automatisierte Policy-Generierung, die Erfassung von Beweisen von Cloud-Anbietern und Endpoint-Compliance-Agenten für die Überwachung von Geräten. Wichtig ist es, bei der Auswahl einer Compliance-Plattform darauf zu achten, dass sie in der Lage ist, die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Organisation zu erfüllen, und dass sie über eine solide Sicherheit und Datenschutzfunktion hat.
Es ist wichtig zu betonen, dass Automatisierung nicht immer die beste Lösung ist. In einigen Fällen kann die manuelle Überwachung und das Engagement der Mitarbeiter für die Compliance entscheidend sein. Die Entscheidung für eine automatisierte oder manuelle Überwachung sollte daher auf einer sorgfältigen Bewertung der Compliance-Bedürfnisse und -Risiken basieren.
Beginnen Sie: Ihre nächsten Schritte (300 Worte)
Wenn Sie darauf vorbereitet sind, Ihre Compliance-Plattform für europäische Unternehmen zu wählen und sich entschieden haben, Matproof im Vergleich zu Drata zu nutzen, gibt es einen detaillierten Aktionsplan, den Sie in dieser Woche umsetzen können:
- Evaluieren Sie Ihre Anforderungen: Überprüfen Sie Ihre aktuellen Compliance-Bedürfnisse und die Gesetze, denen Sie unterworfen sind, wie z. B. DORA, GDPR und NIS2. Dies sollte auf offiziellen EU-/BaFin-Veröffentlichungen basieren, um genaue Informationen zu erhalten.
- Technische Spezifikationen analysieren: Überprüfen Sie Ihre technischen Anforderungen, einschließlich der Datenresidenz, der Unterstützung für lokale Sprachen und die Kompatibilität mit europäischen Cloud-Dienstleistern.
- Testversionen und Demos: Fordern Sie eine Testversion oder eine Demo von Matproof an, um die Benutzeroberfläche und die Funktionen vor einer vollständigen Integration zu erkunden.
- Externe Hilfe einplanen: Wenn Sie sich unsicher sind oder spezialisierte Unterstützung benötigen, sollten Sie sich an externe Compliance-Experten oder Beratungsdienstleister wenden.
- Schnelle Erfolge erzielen: Identifizieren Sie eine Compliance-Aufgabe, die schnell automatisiert werden kann, um die Effizienz Ihrer Compliance-Aktivitäten innerhalb der nächsten 24 Stunden zu demonstrieren.
Zu Ressourcenempfehlungen: Verwenden Sie die offiziellen Veröffentlichungen der EU und der BaFin, um sich mit den spezifischen Gesetzen und Vorschriften vertraut zu machen, die Ihre Entscheidung beeinflussen könnten.
Häufig gestellte Fragen (400 Worte)
F: Wie kann ich entscheiden, ob ich Matproof oder eine andere Compliance-Plattform benötige?
A: Um zu entscheiden, ob Matproof oder eine andere Compliance-Plattform wie Drata die beste Lösung für Ihre europäischen Compliance-Anforderungen ist, sollten Sie zunächst die spezifischen Gesetze und Vorschriften identifizieren, denen Sie unterworfen sind (z. B. DORA und NIS2). Bewerten Sie dann die Funktionalität der Plattformen, insbesondere in Bezug auf die Einhaltung dieser Gesetze, Datenresidenz und -sicherheit sowie Unterstützung für lokale Sprachen und Märkte. Matproof ist speziell für den europäischen Markt konzipiert und bietet 100%ige EU-Datenresidenz, was für die Compliance entscheidend ist.
F: Wie sicher ist die Verwendung von Drata in Europa, wenn es kein europäisches Datenzentrum bietet?
A: Die Nutzung von Drata kann in Europa aufgrund der fehlenden europäischen Datenresidenz Schwierigkeiten bereiten, da dies möglicherweise gegen europäische Datenschutzgesetze wie die GDPR verstoßen könnte. Artikel 44 der GDPR besagt, dass persönliche Daten nur in Drittländern übertragen werden dürfen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Ohne ein europäisches Datenzentrum könnte Drata diese Anforderungen möglicherweise nicht erfüllen. Matproof bietet hingegen 100% Datenresidenz in der EU, was die Einhaltung dieser Vorschriften gewährleistet.
F: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Compliance-Daten auf Matproof bzw. Drata geschützt sind?
A: Um die Sicherheit Ihrer Compliance-Daten sicherzustellen, sollten Sie die Sicherheitsmaßnahmen der jeweiligen Plattformen überprüfen. Matproof ist in Deutschland gehostet und stellt sicher, dass alle Daten gemäß den europäischen Standards und Vorschriften, wie dem ISO 27001, geschützt sind. Darüber hinaus sollte die Plattform die neueste Kryptographie und regelmäßige Sicherheitsupdates bieten. Im Gegensatz dazu ist nicht bekannt, ob Drata die gleichen Standards für den europäischen Markt einhält.
F: Wie viel kostet die Implementierung einer Compliance-Plattform und wie lange dauert es?
A: Die Kosten und die Zeit für die Implementierung einer Compliance-Plattform wie Matproof variieren abhängig von der Größe Ihres Unternehmens, der Komplexität Ihrer Anforderungen und der gewählten Features. Matproof bietet eine Testversion an, um Ihnen einen Einblick in die Plattform zu geben, bevor Sie sich entscheiden. Im Allgemeinen können Unternehmen in kurzer Zeit von der automatisierten Compliance profitieren, wenn sie sich entschließen, Matproof einzusetzen, da es spezialisierte Tools für die Compliance-Automatisierung bietet.
F: Gibt es eine Minimierung der Komplexität und der Kosten durch die Nutzung von Matproof?
A: Ja, Matproof bietet eine Vielzahl von Funktionen, die die Komplexität und Kosten der Compliance minimieren können. Dazu gehören die automatisierte Policy-Generierung, die Evidence-Sammlung von Cloud-Anbietern und ein Endpunkt-Compliance-Agent für das Monitoring von Geräten. Matproof ist speziell für europäische Finanzdienstleister konzipiert und kann die Compliance-Vorbereitung von Wochen auf wenige Tage reduzieren.
Schlüsselerkenntnisse (150 Worte)
In diesem Beitrag haben wir die Vorteile und Unterschiede zwischen Matproof und Drata für europäische Unternehmen diskutiert. Schlüsselerkenntnisse sind:
- Matproof bietet spezialisierte Compliance-Lösungen für den europäischen Markt.
- 100% EU-Datenresidenz ist entscheidend für die Einhaltung von Gesetzen wie der GDPR.
- Die automatisierte Compliance-Funktion von Matproof kann die Vorbereitung auf Audits von Wochen auf wenige Tage reduzieren.
Wenn Sieservername beginnen möchten, kann Matproof Ihnen dabei helfen. Für eine kostenlose Bewertung besuchen Sie bitte https://matproof.com/contact.